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  Gemeinderatssitzung am 10. Juni 2008
um 19.00 Uhr im Rathaus
 
 
 
Landschaftsschutzgebiet Inntal 

















 

Liebe Nußdorferinnen und Nußdorfer,

Ich möchte heute zum Thema Landschaftsschutzgebiet Inntal das in den letzten Monaten die Gemüter bewegt und für Diskussionsstoff gesorgt hat Stellung nehmen und Sachverhalte klarzustellen.

Die Landkreisverordnung Landschaftsschutzgebiet Inntal soll nach über fünfzig Jahren neu überdacht und den in der Zwischenzeit entstandenen Entwicklungen angepasst werden. So auch für das Gemeindegebiet Nußdorf. Bei uns liegen alle Flächen zwischen der Staats- bzw. Kreisstraße und dem Inn im Landschaftsschutzgebiet. Unser Dorf hat sich in den letzten Jahrzehnten zum größten Teil in diesem Gebiet mit den Bebauungsplänen Nußdorf Nord, Osterried, Steinplatz, Mitterweidach und Am Inn entwickelt. Wobei die Gemeinde Nußdorf in der Vergangenheit immer bemüht war mit den Baulandausweisungen sparsam umzugehen und damit eine behutsame Dorfentwicklung verwirklichen konnte. Ziel unserer Dorfpolitik ist jungen, einheimischen Familien günstiges Bauland zur Verfügung stellen  zu können.

Dies muß auch in der Zukunft weiterhin unser Ziel sein.

Im Rahmen des öffentlichen Auslegungsverfahrens hat sich der Gemeinderat mehrheitlich dafür entschieden entlang der Baugebiete „Am Inn“ und „Mitterweidach“ eine Herausnahme einer  Entwicklungszone aus dem Landschaftsschutzgebiet beim Landratsamt zu beantragen. Zwischen den beiden Baugebieten soll auch in Zukunft ein freier Korridor von über 100 m Breite verbleiben, um ein  Zusammenwachsen der beiden Ortsteile zu verhindern, und damit den Belangen von Natur und  Umwelt gerecht zu werden. Die bauliche Entwicklung unseres Ortes wird vom Gemeinderat in seiner Verantwortung um das Gemeinwohl bestimmt. Es ist verständlich, wenn Anlieger ihre Wohnqualität sichern wollen, und Ihr Interesse einbringen. In diesem Zusammenhang darf ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es weder beabsichtigt noch geplant ist den Weidachweg zu einer Umgehungsstraße umzufunktionieren, beziehungsweise auf dem nicht ausgebauten Teilstück den öffentlichen Verkehr zu zulassen. Es ist völlig absurd und undenkbar den Verkehr der Staatstraße durch ein dicht bebautes Wohngebiet zu schleusen.

Die Änderung des Landschaftsschutzgebietes mit der Herausnahme der beantragten  Flächen ist für unser Nußdorf ein Entwicklungspotential nicht für die nächsten Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte, um auch weiterhin unseren Nachkommen die Gründung einer eigenen Existenz in Form eines Eigenheimes zu erschwinglichen Baulandpreisen zu ermöglichen.

Ihr

Sepp Oberauer
Erster Bürgermeister

 

  

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

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